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Drucksache - 2016/0373  

Betreff: Auslastung der Kindertagesstätte "Zwergenhöhle"
Status:öffentlichDrucksache-Art:Sitzungsvorlage
Federführend:Fachbereich Inneres Bearbeiter/-in: Kording, Tanja
Beratungsfolge:
Bildungs- und Sozialausschuss der Gemeinde Gremersdorf Beratung und Empfehlung
13.03.2017 
Sitzung des Bildungs- und Sozialausschusses der Gemeinde Gremersdorf ungeändert beschlossen   
Gemeindevertretung der Gemeinde Gremersdorf Beratung und Beschlussfassung
27.03.2017 
Sitzung der Gemeindevertretung der Gemeinde Gremersdorf ungeändert beschlossen   

Sachverhalt
Beschlussvorschlag
Anlage/n

Sachverhalt:

Im April 2016 stellte sich heraus, dass zum neuen Kita-Jahr 2016/2017 nicht alle Krippen- und Regelkinder in der Kindertagesstätte untergebracht werden könnten. Daraufhin wurde, um zumindest die Krippenkinder zum 01.08.2016 unterzubringen, die „ruhende“ Idee und Umsetzung einer Tagespflegestelle für 3 Krippenkinder wieder aufgegriffen und umgesetzt.

Aktuell dürfen gemäß Betriebserlaubnis 13 Krippen- und 40 (auf eigene Verantwortung des Trägers 44) Regelkinder in der Kita betreut werden.

 

Zwischenzeitlich hat sich die Situation enorm zugespitzt. Eine Vielzahl von Anmeldungen, sowohl im Krippen- als auch im Regelbereich, erreichten die Kita-Leitung, so dass bereits ab Januar 2017 nicht mehr alle Kinder versorgt werden können.

 

Als Anlage zur Vorlage befindet sich eine Aufstellung der Kinderzahlen und deren Entwicklung aufgrund der aktuell in der Kita vorliegenden Voranmeldungen. Die für 2019 vorliegenden Anmeldungen wurden gesammelt in der Spalte 08/2019 berücksichtigt. Darüber hinaus ist in der Aufstellung ersichtlich, welche Kinder aus der Gemeinde noch kommen könnten (gesamt aktuell 10), sich jedoch bisher nicht gemeldet haben und daher nicht bekannt ist ob sie erst als Regelkinder in die Einrichtung kommen sollen.

 

Anhand der Aufstellung ist ersichtlich, dass zwischen 2 und 6 Krippenkinder, sowie 1 und 13 Regelkinder mehr in der Einrichtung betreut werden möchten, als Plätze vorhanden sind.

Auch zum Wechsel 2018/2019 lässt sich erkennen, dass die Plätze in der Regelgruppe bereits überbelegt sind und lediglich in der Krippe noch einzelne Plätze frei sind. Bis August 2018 kann jedoch davon ausgegangen werden, dass noch weitere Anmeldungen die Kita erreichen werden, so dass auch dort die Plätze knapp werden können.

 

 

Mögliche Lösungen:

 

A:

Sofortiger Aufnahmestopp und Absage der Eltern, die sich bereits für dieses Jahr vorangemeldet sind. Einrichtung einer Warteliste, mit allen Voranmeldungen. Bei Wegzug und Kündigung von Kindern, werden dann umgehend Kinder von der Warteliste in die Kita aufgenommen.

Darüber hinaus muss überlegt werden, was mit Anfragen von „Fremdkindern“ passieren soll. Es gibt Voranmeldungen von Geschwisterkindern, die bereits in der Kita Zwergenhöhle betreut werden sowie von Beschäftigten die in der Kita arbeiten.

 

 

Weitere Lösung:

 

B:

Umgehende Einrichtung einer altersgemischten Gruppe um alle vorangemeldeten Kinder betreuen zu können. Im laufe des Jahres kann sich die Zusammensetzung der altersgemischten Gruppe flexibel verändern, je nach dem wieviele Krippen- und Regelkinder betreut werden müssen.

Zusammensetzung einer altersgemischten Gruppe:

  0 U320 Ü3

  1 U318 Ü306/2017

  2 U316 Ü307/2017+06/2018

  3 U314 Ü304+05+11/2017

  4 U312 Ü3

  5 U310 Ü312/2017+02+05/2018

  6 U3  8 Ü308/2017+03/2018

  7 U3  6 Ü3

  8 U3  4 Ü3

  9 U3  2 Ü3

10 U3  0 Ü3

 

Die Tagespflegestelle kann nur eingespart werden, wenn einige der angefragten Fremdkinder nicht aufgenommen werden. Die Kita ist bis 08/2018 dann voll ausgelastet, so dass keine weiteren Kinder mehr aufgenommen werden können. Der Vertrag der Tagespflegekraft läuft noch bis 31.07.2017.

 

Die Einnahmen und Ausgaben für die Einrichtung einer altersgemischten Gruppe kann der Anlage „Aufstellung Kita Kosten Altersgemischt“ entnommen werden.

 

Für eine altersgemischte Gruppe ist ein weiterer Raum mit mindestens 50 m² notwendig, um die gesetzliche Maximalzahl an Kinder aufnehmen zu können (siehe Aufstellung der Zusammensetzung). Darüber hianaus muss ein Schlafbereich vorgehalten werden.

 

 

Mögliche Lösungen für die Unterbringung:

 

Variante 1

Hinzunahme eines weiteren Raumes aus der Schule. Z.b. Klassenraum der sich direkt an die Kita anschließt. Bei einem Abnahmetermin mit Architekt Utke in der Einrichtung wurde von dem Architekten mitgeteilt, dass für diesen Raum aus brandschutztechnischen Gründen keine Umbaumaßnahmen notwendig wären, da diese bereits alle vorhanden sind. Ein Durchbruch durch die Wand und der Bau einer Trennwand als Flur, wurden vom Architekten als größter Aufwand genannt, wodurch diese Variante „kostengünstig“ und schnell zu realisieren sei. Ein Gespräch mit dem Schulleiter, Herrn Vaterodt bzgl. der Möglichkeit zur Abgabe diesen Klassenraumes an die Kita sollte erfolgen.

 

Variante 2

Andere Räumlichkeiten der Schule könnten als Gruppenraum genutzt werden. Die Kita-Leitung sieht dies aus pädagogischer Sicht kritisch, da diese Gruppe vom restlichen Geschehen der Kita abgeschniten sei und dies nicht zum pädagogischen Konzept der Einrichtung passt. Gem. Genehmigungsbehörde müssten alters-homogene Gruppen eingerichtet werden um die „Vorschulkinder“ rechtlich außerhalb des eigentlichen Kita-Bereiches (im OG), unterbringen zu können. Sanitäre Anlagen für die Kinder sind im OG ebenfalls nicht vorhanden, was aus Sicht der Genehmigungsbehörde kritisch sei, da für jeden Toilettengang der Kinder eine Fachkraft mitgehen müsste, welche dann im Gruppendienst fehle, Für die Selbständigkeit der Kinder sei dies ebenfalls abträglich. Die Treppe muss so „umgebaut“ bzw. gesichert werden, dass die Kinder durch die bislang „offene“ Treppe nicht durchrutschen können. Darüber hinaus muss sichergestellt werden, dass die Räumlichkeit im OG vom Schulalltag getrennt sind und wärend des laufenden Betriebes dieser Gruppe keine Fremd-Personen (Schüler, Lehrer, Eltern etc.) Zutritt zu dem Kita Bereich haben.

Ein Personalschlüssel von 2,0 ist für eine solche „Außengruppe“ notwendig.

 

Variante 3

Ein Anbau eines Gruppenraumes an die Kindertagesstätte in Form eines Fest-Anbaus (Variante 3a) oder eines Containers (Variante 3b). Die Kosten für einen Container mit Erschließung und Einrichtung lag bei vergleichbaren Vorhaben bei ca. 185.000,00 €. Um einen genauen Preis nennen zu können, müsste ein entsprechendes Angebot für die Kita eingeholt und durch einen Architekten bzgl. Bodenplatte und Anbindung an die Kita erstellt werden. Zu Bedenken ist in diesem Fall die zeitliche Dauer der Planung und Umsetzung, so dass die Kinder vorerst nicht aufgenommen werden können.

 

 

Die Genehmigungsbehörde des Kreises Ostholstein hat darauf hingewiesen, dass auch die Infrastruktur der Kita bei einer Vergrößerung auf lange Sicht im Auge behalten werden muss. Mehr Kinder bedeuten einen größeren Bedarf an Sanitäranlagen. Ggf mehr Essenskinder, können sich auf die benötigte Anzahl an Geräten für die Zubereitung auswirken. Die Erhöhung des Personaleinsatzes kann sich auf die benötigten Besprechungs- bzw. Personalbereiche auswirken.

 

 


Beschlussvorschlag:

Die Gemeinde entschließt sich für den Umgang mit den vorliegenden Voranmeldungen der Kinder für Lösung (A oder B)               _________..

 

Bei Lösung A:

Mit den Fremdkindern soll wie folgt umgegangen werden: ____________________

  1. Fremdkinder werden ebenfalls in die Warteliste, gem. Anfrage mit aufgenommen.
  2. Fremdkinder werden nur im Einzelfall und nach Rücksprache mit dem Bürgermeister in die Warteliste aufgenommen.
  3. Fremdkinder werden nicht mehr in die Warteliste aufgenommen.

 

Bei Lösung B:

Die Gemeinde entschließt sich für die Unterbringung aller vorangemeldeten Kinder und somit für Variante (1, 2, 3a, 3b)              __________ .

 

Die Konzeption ist an das neue Angebot anzupassen und hiermit beschlossen.

 

Die Verwaltung wird beauftragt, die erforderliche Betriebserlaubnis für die Kindertagesstätte beim Kreis Ostholstein zu beantragen.

 

Der Bürgermeister wird ermächtigt ein Planungsbüro mit der Planung und Ausführung des Projektes zu beauftragen.

 

Der Bürgermeister wird ermächtigt, dass benötigte Personal, befristet bis 31.07.2018 einzustellen und die Verträge im Bedarfsfall zu verlängern.

 

Die Mittel für die Maßnahme sind im Haushalt 2017 einzustellen.

 

Bei Variante 3 zusätzlich:

Der Bürgermeister wird ermächtigt, einen entsprechenden Bauantrag zu stellen und nach erfolgter Ausschreibung die Aufträge an die wirtschaftlichsten Bieter zu vergeben.

 

 

 


Anlage/n:

Kinderzahlen Stand 06.02.2017

Aufstellung Kita Kosten Altersgemischt

 

 

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 2 2 Kinderzahlen Stand 06.02.2017 (356 KB)